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Bidet
Die hygienische Alternative zum Toilettenpapier
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Bidet
Obwohl Bidets in vielen Ländern schon seit langem fester Bestandteil eines jeden Badezimmers sind, sind sie in deutschen Badezimmern immer noch eine Seltenheit. Doch das ändert sich allmählich.
Bidet
Was ist ein Bidet?
Ein Bidet ist eine sanitäre Anlage, die dazu dient, den Anus sowie die äußeren Geschlechtsorgane nach dem Toilettengang mit Wasser zu reinigen. Es ähnelt auf den ersten Blick einem Toilettenbecken, funktioniert jedoch eher wie ein Waschbecken.
Der Begriff „Bidet“ stammt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Pferdchen“. Dieser Name leitet sich von der früheren Verwendung des Bidets ab, bei der man ähnlich wie beim Aufsteigen auf ein Pferd Platz nimmt. Im Deutschen wird es „Bideh“ ausgesprochen, wobei die Betonung auf der letzten Silbe liegt.
Im Vergleich zu einem Waschbecken ist ein Bidet deutlich niedriger positioniert. Dies macht es besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet, da es ihnen eine bequeme Körper- und Intimhygiene ermöglicht.
In Meyers Kleines Universal-Lexikon von 1898 wird das Bidet als eine längliche Porzellanschale beschrieben, die auf einem Holzgestell montiert ist. Es wurde insbesondere von Frauen für Einspritzungen und die Intimpflege verwendet.
Heutzutage sind Bidets in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Es gibt eigenständige Bidets, die separat neben der Toilette platziert werden, sowie Bidetfunktionen, die in Toiletten oder WC-Aufsätze integriert sind. Sie bieten eine hygienische Alternative zur Verwendung von Toilettenpapier und werden in vielen Kulturen als Standardausrüstung im Badezimmer betrachtet.
Woher stammt ein Bidet ursprünglich?
Die genaue Geschichte und der genaue Erfinder des Bidets sind nicht eindeutig bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass das Bidet bereits in der Antike als Sitzwaschbecken existierte, auch wenn es kaum konkrete Aufzeichnungen darüber gibt.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann man in Frankreich mit der Herstellung solcher sanitärer Einrichtungen. Vorher scheint man sich mit einfachen Schüsseln beholfen zu haben. Den genauen Erfinder und das genaue Datum der Erfindung des Bidets kennt man jedoch nicht.
In den 1950er Jahren wurden die ersten Dusch-WCs von dem Schweizer Hans Maurer entwickelt und unter dem Namen Closomat vertrieben. Sie fanden vor allem im Pflege- und Rehabilitationsbereich Anklang.
Seit Ende der 1970er Jahre produziert auch die Firma Geberit Dusch-WCs, die unter dem Markennamen AquaClean angeboten werden. Sie werden sowohl in privaten Haushalten als auch in der Kranken- und Altenpflege eingesetzt.
Aus Japan stammen seit 1980 Dusch-WCs, die unter dem eingetragenen Markennamen Washlets verkauft werden. Auf Japanisch werden sie als „Woshuretto“ bezeichnet.
Diese innovativen Dusch-WCs haben dazu beigetragen, die Hygiene und den Komfort auf dem Gebiet der Intimpflege zu verbessern. Sie sind heute in vielen Ländern weltweit beliebt und werden als moderne Alternative zu herkömmlichen Toiletten verwendet.
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Moderne Bidets
Moderne Bidets bieten heutzutage eine Vielzahl von Bauformen und Funktionalitäten, um den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben gerecht zu werden.
Es gibt Standbidets, die freistehend im Badezimmer platziert werden, sowie Hänge-Bidets, die an der Wand montiert werden. Viele Hersteller bieten auch komplette Badserien an, bei denen ein Bidet als Teil des Sets enthalten ist.
Die meisten Bidets sind mit einer Armatur ausgestattet, über die Wasser für Sitzbäder oder Spülungen eingeleitet wird. Ein Abfluss ist ebenfalls vorhanden und kann mit einem Stöpsel verschlossen werden.
Moderne Modelle verfügen oft über ein oder zwei Düsen oder eine Handbrause mit einem herausziehbaren Schlauch, um die Reinigung oder Spülung zu erleichtern.
Für unterwegs gibt es auch mobile Bidetlösungen wie das bekannte Easy-Bidet-Po-Dusche, das keine Stromversorgung benötigt und einfach mit Wasser gefüllt wird, das dann durch eine Düse unter Druck spritzt.
Für Sitzbäder werden spezielle Bidetbecken angeboten, die als Einsatz für die Toilette dienen. Diese Becken müssen vorher mit Wasser gefüllt werden, wofür eine Handbrause aus dem Waschbecken verwendet werden kann. Bidetbecken ermöglichen auch Dampfbäder und werden oft zur Behandlung von Infektionskrankheiten im Genital- oder Afterbereich sowie bei Hämorrhoiden eingesetzt.
Für bereits vorhandene Toiletten gibt es außerdem Aufrüstungsmöglichkeiten wie Toilettensitze mit integrierter Bidet-Funktion oder Bidet-Sets, die nachträglich auf der Toilettenschüssel montiert werden können.
Die komfortabelste Alternative ist das Dusch-WC, auch als Toilettenbidet oder Wasch-WC bekannt. Es handelt sich um eine raffinierte Kombination aus herkömmlicher Toilette und Bidet. Nach dem Toilettengang können der Anus und die Geschlechtsteile per Knopfdruck mit Wasser gereinigt werden.
Moderne Dusch-WCs bieten zusätzliche Funktionen wie eine „Ladydusche“ für die angenehme Reinigung nach dem kleinen Geschäft bei Frauen oder sogar Einlauffunktionen. Einstellbare Wassertemperatur, Sitzheizung, verschiedene Strahlarten, verstellbare Düsenposition, einstellbarer Wasserstrahldruck, Energiesparfunktion und vieles mehr tragen zu einem komfortablen Toilettengang bei. Je nach Modell können diese verschiedenen Funktionen auch als individuelle Profile pro Person gespeichert werden, um die bevorzugten Einstellungen per Knopfdruck abzurufen.
Ein weiterer angenehmer Vorteil von Dusch-WCs ist die Tatsache, dass man nach dem Toilettengang nicht aufstehen und zu einem separaten Bidet gehen muss. Alles kann bequem von der Toilette aus erledigt werden.
Hygienischer als Toilettenpapier
Die Reinigung des Intimbereichs mit Wasser ist zweifellos gründlicher und hygienischer im Vergleich zur Verwendung von Klopapier.
Mediziner und Fachleute empfehlen seit Langem die Verwendung von Wasser für die seifenfreie Reinigung der Genitalien als die beste und hygienischste Methode der Intimhygiene.
Durch die Verwendung eines Bidets wird eine effektive Entfernung von Urin- und Kotresten ermöglicht, was wiederum Keime und Bakterien eliminiert. Auf diese Weise bleibt der empfindliche Intimbereich sauber und gesund.
Bei der Verwendung von herkömmlichem Klopapier hingegen werden die Exkremente hauptsächlich auf der Haut verteilt.
Da die Haut im Genitalbereich besonders dünn und empfindlich ist, können durch das Reiben und Rubbeln mit Klopapier leicht kleine Risse in der Haut und den sensiblen Schleimhäuten entstehen.
Klopapier massiert die Fäkalien und somit Bakterien und Krankheitserreger regelrecht ein, was schnell zu Entzündungen führen kann.
Auch feuchtes Toilettenpapier ist keine wirkliche Verbesserung gegenüber trockenem Papier. Es reinigt nicht wesentlich besser und die enthaltenen Konservierungs- und Duftstoffe können selbst Reizungen und Entzündungen auslösen.
Besonders hygienisch sind Bidets, bei denen das Wasser aus einer Düse kommt und somit sanft und äußerst komfortabel reinigt.
Dies ist einfacher, schneller und hygienischer als Bidets, bei denen das Wasser erst mit der Hand geschöpft und dann verwendet werden muss.
Zudem geht es deutlich schneller und verbraucht nur einen Bruchteil des Wassers im Vergleich zur traditionellen Methode.
Bidets sind nicht nur in Bezug auf die Hygiene eine gute Alternative zu Klopapier, sondern auch in Bezug auf ihre Umweltfreundlichkeit.
Die Herstellung von Toilettenpapier verbraucht große Mengen an Holz, Wasser und Energie.
Darüber hinaus stellt Toilettenpapier auch nach der Herstellung ein Problem dar, da es sich nur schwer auflöst und somit die Rohre in der Kanalisation verstopfen und die Kläranlagen stark belasten kann. In vielen südeuropäischen Ländern ist es aus diesem Grund sogar verboten, Toilettenpapier in die Toilette zu werfen.
Die Verwendung eines Bidets trägt somit zum Schutz der Umwelt bei, da nur eine geringe Menge an Wasser benötigt wird und der Papierverbrauch auf ein Minimum reduziert oder sogar ganz vermieden wird.
Richtige Benutzung eines Bidets
Grundsätzlich wird das Bidet nach dem Toilettengang benutzt, jedoch kann die genaue Art der Benutzung je nach Bidet-Modell variieren:
Separates Bidet mit nach oben gerichtetem Wasserstrahl:
- Positionieren: Stelle dich mit gespreizten Beinen über das Bidet und setze dich entweder auf den Rand oder senke das Gesäß darüber ab. Die Sitzposition hängt davon ab, ob du die Vorder- oder Hinterseite reinigen möchtest und an welcher Seite die Bidetarmatur oder Brause angebracht ist.
- Einstellung: Stelle die gewünschte Wassertemperatur und den Strahldruck ein, um unerwünschte Überraschungen zu vermeiden.
- Reinigung: Spüle die zu reinigenden Körperteile gründlich mit dem Wasserstrahl ab. Es ist keine Seife oder ähnliches erforderlich, da der Wasserstrahl eine effektive Reinigung bietet.
- Abtrocknen: Verwende entweder den integrierten Lufttrockner des Bidets oder ein Stück Toilettenpapier oder ein separates Handtuch, um die gereinigten Bereiche trockenzutupfen.
- Spülen und Hände waschen: Spüle das Bidet mit Wasser aus, um es zu reinigen. Wasche dir dann wie gewohnt die Hände am Waschbecken mit Seife.
Separates Bidet mit nach unten gerichtetem Wasserstrahl:
Die Benutzung ist ähnlich wie bei einem Bidet mit nach oben gerichtetem Wasserstrahl. Der Unterschied besteht darin, dass zuerst Wasser in das Becken für den Reinigungsvorgang eingelassen wird. Anschließend wird entweder die Hand oder ein Lappen zur Reinigung verwendet.
Dusch-WCs:
Bei Dusch-WCs erfolgt die Reinigung von Po und Geschlechtsteilen vollautomatisch. Die Bedienung erfolgt häufig per Knopfdruck oder Fernbedienung, und viele Modelle verfügen über eine Lufttrocknungsfunktion. Die Reinigung der Düsen erfolgt bei den meisten neueren Modellen ebenfalls automatisch.
Bidet-Benutzung für Frauen:
Frauen können Bidets genauso wie Männer benutzen. Einige moderne Dusch-WCs verfügen jedoch über spezielle Reinigungsfunktionen für die weiblichen Genitalien, die möglicherweise über eine separate Düse erfolgen. Es ist wichtig, zu beachten, dass die Scheidenflora der Frauen bereits natürliche Bakterien enthält, die eine gesunde Scheide schützen. Übermäßige Reinigung kann die Scheidenflora stören und zu Infektionen führen. Daher sollte die Reinigung der Scheide mit Wasser oder speziellen Intimreinigern erfolgen, ohne antibakterielle Reinigungsmittel oder herkömmliche Seife zu verwenden. Dieser Hinweis gilt nicht nur für die Bidet-Benutzung, sondern auch für die allgemeine weibliche Intimhygiene beim Duschen, Baden usw.
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